Italien ??

Zwischenstopp: Pisa

Von am 20. August 2017

Auf dem Weg nach Rom wollten wir unbedingt einen Stopp am Schiefen Turm von Pisa einlegen. Wer weiß, wann wir das nächste mal nach Italien kommen, vielleicht ist der Turm bis dahin umgekippt ?

Ungefähr 3 Stunden und knapp 20€ Maut kostete uns die Fahrt von Lazise am Gardasee bis Pisa.

# Wo parken wir?

Wir haben die Adresse des Schiefen Turms von Pisa in unser Navi eingegeben und sind erst einmal aufs Blaue losgefahren. Sandra hatte irgendwo im Internet gelesen, dass es in der Nähe des Turms Parkmöglichkeiten an der Straße geben würde und so dachten wir uns, schauen wir uns das mal an und gucken dann spontan weiter. Geparkt haben wir dann wirklich irgendwo am Straßenrand und zwar an der Via del Marmigliaio. Von dort aus sind es nur 10-15 Minuten zu Fuß und der Preis von 0,75€ pro Stunde ist durchaus akzeptabel. Später haben wir noch nähere Parkplätze entdeckt, welche jedoch auch etwas teurer waren. Entlang der Via del Marmigliaio standen Schilder, dass das Parken nur von 8:00-14:00 Uhr kostenpflichtig angeboten wird. Was danach ist, wissen wir nicht genau. Wir gehen davon aus, dass es nach 14:00 Uhr verboten ist, was uns jedoch nicht weiter störte, da wir eh nur 1-2 Stunden für den Stopp eingeplant hatten.

Auf dem Weg zum Turm kamen wir an zahlreichen kleinen Restaurants und Souvenirständen vorbei, die überraschend günstig waren. Wir fanden das etwas seltsam dafür, dass der Turm ein beliebtes Touristenziel ist.

 

# Der Turm

Wir hatten selbstverständlich schon vor unserer Reise von dem Schiefen Turm von Pisa gehört. Er ist ja vermutlich das weltweit bekannteste schiefe Gebäude überhaupt. Doch, wussten wir nicht, was das überhaupt für ein Turm ist. Für diejenigen unter euch, die genau so ahnungslos sind wie wir es waren haben wir ein paar Infos zusammengestellt:

Zahlen & Daten

Der Turm ist ungefähr 55 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 12 Metern und besteht aus 14.200 Tonnen Marmor. Er und die Gebäude der Umgebung (der Dom, das Baptisterium und der Friedhof) sind im Jahr 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Architektur

Nun kommen wir zu der Funktion des Turms. Es handelt sich um einen freistehenden Glockenturm, welcher 7 Glocken beherbergt. Die Bauphase des Turms begann im August 1173, wobei der Bau nach 12 Jahren unterbrochen wurde. Die ersten beiden Etagen waren zu der Zeit vollendet, doch bei Baubeginn der dritten Etage begann sich der Turm zu neigen. 100 Jahre lang passierte rein gar nichts mit dem Turm. Heute ist bekannt, dass die Ursache für die Schieflache der Untergrund aus lehmigem Morast und Sand ist, welcher durch das Gewicht des Turms nachgibt. Die letzten 4 Stockwerke des Turms wurden nach der ersten Ruhephase des Baus mit einem anderen Winkel gebaut, sodass die Schräglage ausgeglichen werden sollte. Nach einer erneuten Ruhephase wurde die Glockenstube im Jahr 1372 vollendet.

Schutzfunktion

Neben der Funktion als Glockenturm sollte der Schiefe Turm den Klerus (= Gesamtheit der kath. Geistlichen) bei Gefahr schützen. Er ist nämlich so gebaut, dass der Klerus in den Turm flüchten konnte und anschließend – egal in welchem Stockwerk – mit Hilfe der Maueröffnungen und -vorsprünge die Fußböden einziehen konnte. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit in jedem Stockwerk das Innere des Turms zu verlassen und hinaus auf die Säulengalerie zu treten.

 

# Unsere Zeit am Schiefen Turm

Als wir um ca. 12:30 Uhr am Turm ankamen war es recht voll, was wir jedoch auch nicht anders erwartet hatten. Überall drängten sich die Menschen an den Rand der Grünflächen um ein typisches „ich schubse/ stütze den Turm“-Foto zu machen. Auch wir haben uns dieses Foto nicht nehmen lassen und haben kurz posiert bevor wir weiter umher spaziert sind. ?

Wir waren beeindruckt, denn je näher wir kamen, desto schiefer wirkte der Turm irgendwie. Es war schon merkwürdig, direkt vor dem Turm zu stehen, der so aussieht, als würde er jeden Moment umkippen.

Wenn man genau hinschaut, kann man den „Bruch“ zwischen der dritten und vierten Etage erkennen, an welchem die Bauweise bezüglich des Winkels verändert wurde um dem Turm mehr Stabilität zu geben.

Wie bereits erwähnt, wäre es möglich gewesen, sich ein Ticket zu kaufen und auf den Turm zu steigen, doch angesichts der 38°C war unsere Motivation recht gering und so machten wir uns bereits nach einer guten halben Stunde und einem letzten Selfie auf den Rückweg zum Auto.

Schließlich wollten wir am gleichen Tag noch ungefähr 350 Kilometer bis nach Rom fahren und dort unser Zelt für die nächsten zwei Nächte aufschlagen. Wie sich später an diesem Tag herausstellte, war es gut, dass wir zeitig in Pisa losgefahren sind… Aber dazu mehr im nächsten Beitrag. ?

Also bis bald! 
Sandra & Daniel 

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