Lesotho ??

Wildes Afrika • The Kingdom in the Sky

Von am 25. März 2018

Am zehnten Tag meiner Reise durch den Süden Afrikas waren wir wieder auf dem Weg zu einer Landesgrenze. Wir sollten in ein Land einreisen, von welchem ich noch nie zuvor gehört hatte.
Es sollte hoch hinaus gehen. Genauer gesagt waren wir auf der Reise in das Königreich im Himmel. ? ?

Keine Sorge, wir wollten nicht sterben, sondern das Königreich Lesotho erkunden. ?

 

 

# Infos Lesotho

Das Königreich Lesotho liegt im Süden Afrikas. Genauer gesagt ist es eine Enklave in Südafrika. Also ein Land, welches nur an ein anderes Land grenzt. Eine derartige Besonderheit gibt es sonst nur beim Vatikan und bei San Marino.

Lesotho oder „The Kingdom in the Sky“ (dt. Das Königreich im Himmel) liegt so hoch, dass sogar der tiefste Punkt 1390 Meter über dem Meeresspiegel liegt. ? Der höchste Punkt Lesothos ist mit 3482 Metern Höhe in den Drakensbergen. Damit ist es nicht nur der höchste Gipfel Lesothos sondern des gesamten südlichen Afrikas.
Mit knapp 30.500 km² ist Lesotho in etwa so groß, wie Belgien. Allerdings wohnen in Lesotho nicht annähernd so viele Menschen, wie in Belgien. Es sind gerade mal 66 Einwohner pro km². Die meisten von ihnen leben in der Hauptstadt Maseru im Westen des Landes.
Die Staatsform ist, wie ihr vielleicht schon vermutet habt, eine parlamentarische Monarchie und regiert wird im Rahmen einer parlamentarischen Demokratie. ? Die Amtssprachen sind übrigens Sesotho und Englisch. Bezahlen kann man entweder mit südafrikanischen Rand oder mit der einheimischen Währung Loti.

So ich denke, das sind die wichtigsten Facts zum Königreich im Himmel, dann kann es los gehen mit meinem Reisebericht. ?

 

# auf zur Malealea Lodge

Nachdem wir gestern noch durch die südafrikanischen Drakensberge gewandert waren, waren wir nun also auf den Weg in die Maloti (also die lesothischen Drakensberge). Maloti ist übrigens auch die Mehrzahl von Loti, also der lesothischen Währung. Ob das wohl etwas zu bedeuten hat? ?

Das Einreiseprozedere kannten wir ja bereits aus Swasiland. Alle raus aus dem Truck, im Entenmarsch den Stempel abholen und wieder rein in unseren Truck.

Doch bereits bei der Grenzkontrolle merkten wir, dass etwas anders war. War das eine kalte Brise, die uns um die Nase wehte? Hier in Afrika?
Wir setzten unseren Weg fort und kamen zum Gates of Paradise Pass. Hier auf 2001m Höhe war aus der kalten Brise eine überraschende Kälte geworden. Gut, dass ich den Guides geglaubt hatte und mir in Durban noch einen Pulli gekauft hatte.

Die Aussicht hier war wirklich traumhaft schön, doch wir hatten noch ein Stückchen Fahrt vor uns und so ging es nach einem kurzen Fotostopp direkt wieder in den warmen Truck.
Gegen Spätnachmittag kamen wir an unserem heutigen Tagesziel an: Der Malealea Lodge. Hier würden wir die nächsten 2 Nächte verbringen.

Dadurch, dass die Lodge auf ca. 2300m über dem Meeresspiegel liegt, wurde es hier natürlich eher noch kälter. Nun entschieden sich auch die letzten Camper unserer Gruppe, einen Aufpreis für eine dieser Hütten zu bezahlen.
Das Besondere an der Lodge war übrigens, dass es nicht rund um die Uhr Strom und warmes Wasser gab. Ab 17:00 Uhr wurde beides bis zum nächsten Morgen abgestellt. Als wir ankamen hieß es daher für alle schnell noch unter die Dusche, bevor es kein warmes Wasser mehr gibt. ? Damit 2 Tage zu leben, war schon echt merkwürdig, kennt man so etwas aus Deutschland ja gar nicht. Heute, so scheint es mir auf der Internetseite, gibt es diese Besonderheit jedoch nicht mehr.

Abendprogramm

Nachdem wir alle noch schnell das warme Wasser genutzt hatten, wurden wir vom Dorfchor begrüßt.

Die Männer und Frauen tanzten und sangen, was das Zeug hielt. Und das, obwohl ihnen die Kälte hier offensichtlich noch mehr zusetzte als uns. Wir hatten zumindest noch keine Mützen auf und auch keine Winterjacken an. ? Geschweige denn, hätte auch nur einer von uns eine Winterjacke mitgehabt. ?

 

# Village Walk

Für den nächsten Tag standen gleich mehrere Punkte auf dem Programm. Es war ein Tag, an welchem wir mal nicht im Truck sitzen würden, wir würden den gesamten Tag hier in Lesotho verbringen. ?
Nach dem Frühstück wurden wir zu einem gemeinsamen Spaziergang durch den Ort abgeholt. Uns wurde der hiesige Obst- und Gemüseladen gezeigt…

… wobei es hier auch allerlei andere Lebensmittel zu kaufen gab, wie zum Beispiel Brot und Milch. Abgesehen von diesem „Geschäft“ gibt es noch zwei weitere in dem Dorf. Das eine ist eine Bierbrauerei und das andere eine Töpferei.
Auf unserem weiteren Weg durch das Dorf kamen wir an einer kleinen Viehzucht vorbei.

Ein Stückchen weiter sahen wir dann, wie die süßen Schafe verwertet werden. Die Lesother essen nicht nur das Fleisch und die Innereien, sondern nutzen nahezu alles von dem Tier. Hier wird gerade die abgezogene Haut in der Sonne getrocknet…

Unser letzter Halt auf unserem Spaziergang war das Museum des Dorfes.

Also Museum bedeutet in diesem Fall eine Lehmhütte mit den alltäglichen Gegenständen der Lesother, welche den Touristen erklärt werden. Hier wird gezeigt, wie die Menschen ihre Felder bearbeiten oder am offenen Feuer kochen. Hier sieht man, wie unglaublich einfach das Leben in unserer Heimat doch ist.

Am Mittag stand Entspannung auf dem Programm. Ähnlich dem Hofhund, genossen wir alle die warmen Strahlen der Mittagssonne.

Knuffig, oder? ?

 

# Reitausflug

Für den Nachmittag hatte ich mir einen Reitausflug gebucht. Lesotho ist bekannt für die Pony-Ausflüge und so wollte ich mir dies auf keinen Fall entgehen lassen. In einer kleinen Gruppe ging es los durch die wunderschöne Landschaft Lesothos.

Es ging ein wenig bergauf und bergab. Wir ritten schmale Wege entlang und über weite Felder. Das war übrigens „mein“ Pony:

Wer von euch bekommt kein Fernweh, wenn ihr diese unglaubliche Weite und den strahlend blauen Himmel über Lesotho seht? Also ich für meinen Teil könnte direkt wieder in den Flieger steigen und dorthin reisen. ?

Für mich war der Ausflug auf jeden fall unvergesslich. ?

 

# zurück nach Südafrika

Auf unserem Weg zurück nach Südafrika am nächsten morgen sollten wir noch eine Überraschung erleben. Wir fuhren wieder über den Gates of Paradise Pass und diesmal lag Schnee. ?

Schnee … in Afrika! Damit hatte wohl keiner von uns gerechnet. ? Einer unserer Guides hatte noch niemals zu vor Schnee gesehen und flippte total aus bei dem Anblick. ? Noch ein Augenblick, der diese Reise unvergesslich gemacht hat. ?

 

Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende!

Sandra ?

STICHWÖRTER

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