Spanien ??

Roadtrip auf Lanzarote

Von am 26. November 2017

So ganz können wir dann doch nicht ohne einen Roadtrip. Auf Lanzarote haben wir einen Mietwagen für kleines Geld gebucht und sind damit einmal über die Insel gedüst. Während am Vormittag eher die faszinierende Natur auf dem Programm stand, wollten wir am Nachmittag die Kreationen des Künstlers César Manrique bestaunen.

 

 

# Infos Lanzarote

Lanzarote gehört, im Gegensatz zu Madeira, zu den Kanarischen Inseln und damit zu Spanien. Insgesamt bestehen die Kanaren übrigens aus 7 großen Inseln, die eine autonome Gemeinschaft Spaniens bilden. Neben Gran Canaria und Lanzarote gehören auch noch La Palma und Teneriffa dazu. Diese beiden Inseln werden wir im Rahmen unserer Kreuzfahrt ja auch noch besichtigen. Außerdem zählen auch Fuerteventura, La Gomera und El Hierro dazu.

Die Insel ist gerade mal 58 Kilometer lang und ungefähr 34 Kilometer breit. Es ist also nicht all zu schwer an einem Tag kreuz und quer über die Insel zu düsen. Die Hauptstadt ist Arrecife im Osten der Insel, in deren Hafen auch die AIDA angelegt hat.

Lanzarote ist vulkanischen Ursprungs, wobei die letzten Vulkanausbrüche in der Zeit von 1730 bis 1736 und in 1824 vorkamen und schwere Schäden mit sich brachten. Durch die Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert wurde circa ein Viertel der Insel unter Lava, Sand und grober Asche begraben. Aus dieser Mischung entstand das so genannte Ödland, wo auch heute knapp 300 Jahre nach den Ausbrüchen noch keine Vegetation zu finden ist. Ebenfalls sind durch diese Vulkanausbrüche ungefähr 100 neue Vulkane entstanden – die Montañas del Fuego. Die Feuerberge befinden sich im so genannten Timanfaya Gebiet, welches nach einem Ort benannt wurde, der bei den Ausbrüchen unter der Lava begraben wurde. Seit 1974 gibt es hier den Timanfaya Nationalpark.

 

# Mietwagen

Wir hatten bereits zu Hause recherchiert, was wir uns auf Lanzarote alles anschauen möchten und dann dafür entschieden den Mietwagen zu buchen. Der Nachteil bei den AIDA-Ausflügen ist aus unserer Sicht, dass man machen muss, was auf dem Programm steht. Für Spontanität ist dabei wenig Platz. Hinzu kommt, dass die Ausflüge nicht ganz günstig sind. Für unseren Mietwagen haben wir inklusive Rundum-Sorglos-Versicherungspaket ungefähr 25,00€ für den ganzen Tag bezahlt. Allerdings mussten wir diesen am Flughafen abholen, sodass noch die Taxifahrt von insgesamt 40,00€ inklusive Trinkgelder hinzu kam.
Wir hatten im Hafen auch eine Autovermietung gesehen, doch da wir Fans von Check24.de* Autovermietungen sind, gab es für uns nur die Möglichkeit das Auto am Flughafen abzuholen. Dennoch finden wir sind 37,50€  (inklusive Spritkosten) pro Person ein akzeptabler Preis. Immerhin konnten wir dahin fahren wohin wir wollten, anhalten wann wir wollten und waren ganz für uns allein und nicht in einem Reisebus mit 58 anderen. ?

 

# Faszinierende Natur

Unser erstes Ziel war ein schwarzer Strand. Daniel kannte schwarze Strände bis dato nur von Fotos und so war für uns klar, dass wir bei unserem Roadtrip auf jeden Fall an einen schwarzen Strand müssen.

Auf dem Weg dorthin kamen wir zufällig an den Salinas de Janubio, den Salzfeldern, vorbei. Der Vorteil an einem Ausflug auf eigene Faust? Wir konnten einfach anhalten und uns die Felder anschauen.

Unser Trip startete also direkt mit einer kleinen Überraschung. So mögen wir das! ? Kurze Zeit später kamen wir dann auch am Playa de Janubio an.

Daniel war so mutig und ging mit den Füßen in den Atlantik. Allerdings konnte man gar nicht so schnell gucken, da war er auch schon wieder draußen. Der Atlantik ist halt keine warme Badewanne.

So genossen wir dann einfach ein wenig die Aussicht bevor wir uns wieder mit unserem kleinen Fiat 500  auf den Weg machten. Das Auto war übrigens so gut wie neu. Gerade mal 125km hatte der kleine schon zurückgelegt, bevor er uns übergeben wurde.

Los Hervideros

Die Fahrt nach „Los Hervideros“ war sehr kurz und so kamen wir bereits nach ein paar Minuten am Parkplatz an. Hier konnten wir auch einen der Reisebusse entdecken. Die Gegend hier besteht aus erkalteter Lava. Sie ist in der Zeit der letzten Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 entstanden. Die Lavamassen, welche sich vom Montaña del Fuego aus ergossen haben, gelangten hier in den Atlantik, kühlten ab und erstarrten blitzschnell. Durch die Brandung sind heute viele kleine Höhlen zu erkennen.

Hervideros bedeutet übrigens so viel wie „sieden“. Hier sieht es angeblich tatsächlich so aus, als würde der Atlantik sieden, wenn er gegen die Gesteinsmassen peitscht. Als wir dort waren, war der Atlantik jedoch recht ruhig und funkelte einfach nur in wunderschönem Blau.

Montañas del Fuego

Unser letztes Ziel für diesen Vormittag waren die Montañas del Fuego, also die Feuerberge im Timanfaya Nationalpark.  Wir fuhren durch ein paar Dörfer und dann durch das Ödland von Lanzarote, welches zwar bis heute keine Vegetation zulässt aber dennoch wunderschön anzusehen ist.

Der Eintritt in den Nationalpark an sich ist kostenfrei. Es gibt halt eine Straße, welche durch das Ödland führt. Auf unserem Weg zu den Feuerbergen kamen wir an einer Dromedarfarm vorbei.  Hier werden Ausritte durch die steinige Landschaft angeboten. Um zu den Feuerbergen zu gelangen muss man dann allerdings Eintritt bezahlen. Für 10,00€ je Person darf man passieren und findet sich auf einer anderen Straße inmitten der steinigen Landschaft wieder. Hier standen wir übrigens Ewigkeiten im Stau, sodass wir schon befürchteten wir würden den ganzen Tag nichts anderes machen als dort zu stehen, zu warten und dann hoffentlich noch die Feuerberge zu sehen. Ständig fuhren Taxen und Ausflugsbusse an dem PKW Stau vorbei, diese hatten nämlich eine Sondergenehmigung und brauchten nicht warten. Wir waren mehrmals kurz davor einfach zu wenden und die Montañas del Fuego einfach Berge sein zu lassen.

Doch nach 1,5 Stunden kamen wir dann endlich am Parkplatz an. Hier oben gibt es natürlich ein kleines Restaurant inklusive Souvenirshop. Doch der Grund, warum wir hier waren, waren 2 ganz andere Dinge. Uns wurde hier nämlich gezeigt, wie stark es eigentlich noch unter der Erdoberfläche brodelt. Auf dem Gelände befindet sich ein ca. 2 Meter tiefes Loch, in welches die Angestellten ab und an einen Heuballen halten. Es dauert nicht lang und das Heu beginnt allein durch die unterirdische Hitze zu brennen. Hier herrschen nämlich Temperaturen um die 250°C. Eine andere spannende Geschichte sind die Wasserfontänen. Es gibt hier Rohre, welche in den Boden eingelassen sind. Wird nun Wasser in das Rohr geschüttet, entsteht eine meterhohe Fontäne. Aber schaut euch das doch am Besten selbst an:

Unglaublich, wie heiß es unter der Erdoberfläche hier sein muss.
Wir erkundeten noch ein wenig die Umgebung und entdeckten sogar einen Grill, welcher durch die Erdwärme „betrieben“ wird. Unglaublich!

Glücklich, dass wir im Stau doch nicht umgekehrt sind und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck machten wir uns auf den Weg die künstlerische Seite der Insel zu entdecken.

 

# Auf den Spuren von César Manrique

Habt ihr schon mal von César Manrique gehört? Wenn ihr schon einmal auf Lanzarote gewesen seid, gibt es kaum eine Chance nicht von ihm zuhören. Er war unter anderem Architekt, Bildhauer und Maler. Seine Werke sind über die gesamte Insel verteilt. Gelebt hat er in der Zeit von 1919 bis 1992. Also ist es noch gar nicht mal so lange her, dass er die Insel mit seinen Werken geprägt hat.

Mirador del Río

Unser erstes Ziel an diesem Nachmittag liegt ganz im Norden der Insel. Es ist der von César Manrique entworfene Aussichtspunkt Mirador del Río. Typisch für den Künstler ist, dass seine Bauwerke in den Fels integriert werden. Der Aussichtspunkt galt zum Zeitpunkt seiner Eröffnung im Jahr 1974 als eines der bedeutendsten Bauwerke der Welt.

Hier oben befindet man sich auf einer Steilküste ungefähr 475 Meter über dem Meeresspiegel. Die Aussicht  auf das Meer und die Nachbarinseln ist wirklich traumhaft von hier.

Für 4,50€ Eintritt pro Person bekamen wir Zugang zu einem kleinen Café – natürlich mit einer Glasfront für die perfekte Aussicht, einem Souvenirshop und den beiden Aussichtsplattformen.  Wir finden, dieser Stopp hat sich gelohnt. ?

Jameos del Agua

Ein wenig teurer war unser zweiter Halt an diesem Nachmittag. Für 9,00€ je Person durften wir die Kulturstätte Jameos del Agua besichtigen. Das Herz der Anlage ist ein Konzertsaal in einer Lavahöhle, welcher 1966 eröffnet wurde. Entworfen wurde der Bau ebenfalls von César Manrique. Bevor man jedoch durch den Haupteingang zu der Konzerthöhle gelangt, muss man eine steile Treppe hinabgehen und die Lavagrotte durchqueren.

In der Lagune ist eine Albino-Krebsart zu Hause, welche sonst nur in 2000m Tiefe lebt. Die kleinen Krebse sind übrigens blind, für uns aber auf jeden Fall ein Hingucker.

Auf beiden Seiten der Lavagrotte gibt es eine kleine Bar mit Terrasse. Ein idyllischer Ort für den Nachmittagskaffee.

Geht man nun weiter den Weg entlang, gelangt man zu einer wunderschönen Poolanlage, die ganz eindeutig die Handschrift von César Manrique trägt.

Heute wird der Pool jedoch nicht mehr als solcher genutzt. Obwohl wir kein Verbotsschild entdecken konnten, haben wir uns dennoch nicht getraut hineinzugehen. Hinter dem Poolbereich liegt die Konzerthöhle. Insgesamt 600 Sitzplätze warten hier auf kunstbegeisterte Zuhörer. Es werden übrigens auch Kombinationen aus Dinner und Konzert angeboten.

Vom Pool aus führt noch eine Treppe hinauf zum Haus der Vulkane, in welchem die Geschichte der Vulkane von Lanzarote und die vulkanischen Vorgänge erklärt werden. Wem das zu viel Input ist, der kann einfach in dem kleinen Restaurant Platz nehmen, den Ausblick und die kulinarischen Angebote genießen.

Jardín de Cactus

In dem kleinen Ort Guatiza ist der von César Manrique entworfene Kakteengarten DAS Highlight. Wir hatten ja bereits erwähnt, dass der Künstler seine Werke gerne in die Umgebung hinein baut. So ist es auch mit dem Kakteengarten. Im Jahr 1989 startete César Manrique damit den Garten in einem aufgelassenen Steinbruch anzupflanzen. Für 5,80€ pro Erwachsenen kann man hier ungefähr 1.400 verschiedene Kakteenarten bestaunen. Doch auch Kunstwerke gibt es hier zu bestaunen.

Direkt nach dem Einlass fanden wir uns auf der oberen Stufe des Kakteengartens wieder. Der Garten ist wie ein Amphitheater angelegt, sodass wir einen perfekten Überblick hatten. Den riesigen Kaktus in der Mitte der Anlage entdeckten wir sofort .

Wir kamen an den verschiedensten Kakteen vorbei. Manche hatten extrem viele Stacheln…

…andere waren sehr dick…

und der eine in der Mitte war gigantisch hoch. ?

Ein entspannter Spaziergang durch den Garten führte uns zu dem kleinen in den Fels eingebauten Café. Von der Terrasse genossen wir den Ausblick auf den Garten.

Ein wenig weiter steht eine Windmühle auf dem oberen Rand der Anlage. Natürlich schauten wir auch hier einmal kurz hinein.

Dann hieß es für uns auch schon schnell das Auto abgeben und zurück zum Schiff. Am Flughafen, nachdem wir das Auto abgegeben hatten, brach noch einmal kurz Panik aus. Es war wohl gerade ein Flugzeug gelandet und die Warteschlange für ein Taxi war sehr lang. Mist, damit hatten wir nicht gerechnet. Glücklicherweise ging es dann doch etwas schneller als befürchtet und wir kamen noch rechtzeitig am Schiff an. Das ist das Risiko bei einem Ausflug auf eigene Faust – das Schiff wartet nun mal nicht. Zum Glück ging nochmal Alles gut. ?

Auf uns wartete nun ein entspannter Abend an Board.

Daniel & Sandra 

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