Bahamas ??

Insel 3/3: Long Island • Stella Maris

Von am 9. März 2017

Bei unserem ersten Stopp auf New Providence in der Hauptstadt Nassau konnten wir das trubelige Leben der Bahamaer kennenlernen. Bei unserem zweiten Stopp auf Great Exuma durften wir die unglaubliche Natur gleich mehrerer Inseln erleben. Nun waren wir sehr gespannt, was die dritte und leider auch letzte Insel zu bieten hat.

Wie bereits in den beiden vorherigen Posts dieser Reihe zu unserem Inselhopping auf den Bahamas haben wir zunächst auch ein paar Daten und Fakten zu Long Island für euch.

# Infos Long Island

Mit einer Fläche von 448km² ist Long Island die größte der 3 Inseln, die wir bereist haben. Allerdings ist die Bevölkerungsdichte sehr gering, da gerade mal 3.094 Einwohner auf der Insel leben. Selbst das Dorf, aus welchem Sandra kommt hat mehr Einwohner als diese Insel. Die Infrastruktur der Insel recht einfach. Es gibt eine Hauptstraße von Norden nach Süden und ab und an mal eine Seitenstraße, die zu einer Wohnsiedlung oder einer Hotelanlage führt. Im Süden liegt der Fokus auf der Landwirtschaft. Hier werden unter anderem Zitrusfrüchte, Ananas, und Bananen angebaut. Außerdem mehrere Gemüsesorten, wie Mais, Erbsen und Süßkartoffeln.

Der Norden der Insel ist besonders durch das Stella Maris Resort touristisch geprägt worden. Das Hotel, in welchem wir übrigens auch logiert haben, wurde von drei deutschen Auswanderer-Familien gegen Ende der 1960er Jahre gegründet. Damals war es das erste Hotel weltweit, welches einen Tauchgang mit Haien angeboten hat. Die Anreise zum Hotel war noch aufregender als unser letzter Flug.

Wir wurden von dem Privatflugzeug des Hotels am Flughafen auf Great Exuma abgeholt. Dies wurde noch dadurch getoppt, dass wir die einzigen Gäste an Board dieses Flugzeugs sein sollten. Das Gefühl während des Fluges war unglaublich! Nur wir und der Pilot über dem türkisfarbenen Wasser der Bahamas. Danke Stella Maris für dieses Erlebnis!

 

# Wir schauen den Norden an

Wir sind bereits am Vormittag im Hotel angekommen und konnten sogar schon das Zimmer beziehen. Nebenbei gesagt, ein sehr hübsches Zimmer, welches sogar einen kleinen Willkommensgruß in Form von frischem Obst für uns bereit hielt.

Stella Maris Resort

 

Fahrradtour zum Christopher Columbus Monument

Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, beschlossen wir uns Fahrräder auszuleihen und ein wenig die Insel zu erkunden. Dies ist übrigens ein kostenfreier Service des Hotels.

Wir haben uns auf den Weg Richtung Norden zum Columbus Monument gemacht. Eigentlich ein relativ kurzer Weg, der uns in der bahamaianischen Sonne jedoch sämtliche Kräfte geraubt hat. Zu allem Überfluss war das letzte Stück des Weges, abseits der Hauptstraße, sehr steinig und später sandig, was es noch anstrengender machte.

Doch als wir endlich da waren wurden wir mit einer wunderschönen kleinen Bucht belohnt, wo wir uns im Meer zunächst abkühlen konnten.

Bucht

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es zu Fuß das letzte Stück den Berg hinauf. Endlich waren wir an dem vermutlich historischsten Punkt der Insel angekommen – am „Christopher Columbus Monument“. Dies ist der Ort, an welchem Christoph Kolumbus bei seiner ersten Entdeckungsreise am 07. Oktober 1492 auf Long Island ankam.

Columbus Point

Auf unserem Rückweg zum Hotel haben wir einen Boxenstopp in Pratt’s Restaurant und Bar gemacht. Das Lokal wurde uns von einem Einheimischen, den wir unterwegs nach dem Weg zum Monument gefragt hatten, wärmstens empfohlen. Hier würde man gute bahamaianische Küche zu angemessenen Preisen bekommen. Das klang für uns sehr verlockend. Zumal wir bereits auf New Providence und Great Exuma gute Erfahrungen mit den lokalen Gerichten gemacht hatten.

Besonders die Spezialität der Bahamas, Conch, hatte es uns angetan. Nachdem wir diesen bereits in Form eines Salates probiert hatten, wollten wir unbedingt eine zweite Variante testen: frittierten Conch. Für all diejenigen, die unseren Bericht zu Great Exuma nicht gelesen haben: Conch (sprich: Konk) ist das englische Wort für die Fechterschnecke, welche recht häufig auf dem Meeresboden rund um die Bahamas zu finden ist.

Eine Speisekarte gab es bei Pratt’s zwar nicht, dennoch konnte uns der Koch ein paar Gerichte aufzählen, für welche er an diesem Tag die Zutaten im Kühlschrank hatte. Und zu unserer Freude war auch der frittierte Conch mit Pommes dabei. Uns hat auch diese Form des Nationalgerichts gut geschmeckt.

Zum Nachtisch haben wir auf dem Rückweg zum Hotel noch schnell eine Kokosnuss gepflückt. Mit einem Korkenzieher kamen wir leicht an die leckere Milch im Inneren. Ein köstliches Dessert!

Kokosmilch

 

Mit dem Shuttle zum Cape Santa Maria Beach

Ebenfalls nördlich des Hotels befindet sich der Cape Santa Maria Beach. Dieser Strand soll, so schreiben es viele Reiseführer, der schönste der Insel sein. Es soll dort weißen Pudersand und kristallklares Wasser geben. Das Wetter an diesem Tag war leider überhaupt kein Strandwetter. Es war extrem windig und es sah stark nach Regen aus.

Dennoch wollten wir wenigstens einen Blick auf den Strand werfen und so stiegen wir in den kostenfreien Hotel-Shuttle. Es dauerte nur 15 Minuten und wir erreichten unser Ziel. Wir waren sofort der Meinung, dass all die Reiseführer recht haben. Der Strand ist super schön! Obwohl der Himmel voller Wolken war funkelte das Meer in den schönsten Blautönen. Ein wunderschöner Ort!

Cape Santa Maria Beach

 

# Und wir erkunden den Süden

Für einen Ganztagesausflug hatten wir uns ein Auto gemietet, denn es sollte viele Kilometer Richtung Süden gehen. Wir hatten uns den einen Bummel über den Farmer’s Market in Salt Pond, Einen Schnorcheltrip an Dean’s Blue Hole und ein Spaziergang in Clarence Town vorgenommen.

 

Mit dem Mietwagen auf Tour

Das Auto hatten wir direkt im Hotel am Vortag bestellt. Es wurde von der Autovermietung dorthin hingebracht und stand am nächsten morgen für uns bereit. Wir mussten 86$ für den Tag bezahlen und hinterher den Tank wieder auffüllen. Ein stolzer Preis für ein Auto wenn man den direkten Vergleich zu beispielsweise den USA hat, wo sandra meist um die 40$ am Tag gezahlt hat. Hinzu kam, dass sich unser teures Auto als Schrottkiste entpuppt hat.

Mietwagen

Es war mit Kratzern an allen Seiten verziert, die eine Tür ging nur schwerfällig auf und der Rückspiegel hatte in der Mitte ein Loch. Allerdings hatten wir die vorherigen Tage schon die Erfahrung gemacht, dass die Autos auf den Bahamas nicht im gleichen Zustand sind, wie die in Deutschland und so haben wir darauf verzichtet uns zu beschweren. Dennoch haben wir vorsichtshalber die Bremsen getestet bevor es los ging. Generell waren wir zunächst auch recht langsam unterwegs, was jedoch weniger mit dem Auto sondern mehr mit dem Linksverkehr zu tun hatte. Wenn man das noch nie gemacht hat, ist es sehr befremdlich auf der linken Seite zu fahren. Uns ist es sogar einmal nach einem Stopp passiert, dass wir ein paar Meter als Geisterfahrer unterwegs waren. Nach ein paar Kilometern hatten wir uns dann allerdings daran gewöhnt und waren auch etwas schneller unterwegs.

 

Zwischenstopp am Farmer’s Market 

Nach ca. einer halben Stunde kamen wir am Farmer’s Markt an, dieser ist immer samstags von 08:00-12:00 Uhr. Wir hatten uns eine Markthalle mit vielen verschiedenen Ständen vorgestellt, so wie wir es bereits aus den USA kannten. So etwas in der Art erwartete uns auch, doch war es lediglich ein kleineres Gebäude mit knapp 10 verschiedenen Anbietern.

Farmers Market

Wir gingen einmal umher, schauten uns das Obst und die Handwerkskunst an. Nach diesem kurzen Stopp sollte es zum Highlight des Tages weitergehen: Dean’s Blue Hole
Unser super Auto machte uns aber einen Strich durch die Rechnung. Als Sandra starten wollte, passierte nichts. Das Auto gab nicht mal ein Geräusch von sich. Also Motorhaube hoch und mal reinschauen, da wir jedoch beide keine Experten sind, mussten wir uns Hilfe suchen.

Schnell fanden wir jemanden, der direkt erkannte, dass die Schnittstelle an der Batterie nur notdürftig mit einem Draht statt mit einer Schraube befestigt ist. Er drückte etwas an dem Draht herum und schon war der Kontakt hergestellt und der Motor ging wieder an … vermutlich hatte sich die Konstruktion durch die zahlreichen Schlaglöcher gelöst. Naja gut, dass wir diesen Trick nun kannten. Dennoch waren wir verunsichert, als wir uns auf den Weg nach Dean machten.

 

Stille Wasser sind tief 

Nach etwa 30 Minuten Fahrt kamen wir am Blue Hole an. Bereits von oben ist das Meeresloch sehr hübsch anzusehen. An den unterschiedlichen Farben des Wassers lässt sich gut erkennen, ab welcher Stelle es sehr tief hinunter geht.

Deans blue hole

Dieses Meeresloch hat an der Oberfläche eine Breite von etwa 25-30m. In einer Tiefe von 20m beginnt jedoch eine Unterwasserhöhle, die ungefähr 100m im Durchmesser misst. Damit ist dies die zweitgrößte Unterwasserhöhle der Welt. Mit einer Tiefe von 202m gehört Dean’s Blue Hole zu den tiefsten Meereslöchern der Welt. Dadurch, dass sich das Blue Hole direkt neben dem Strand befindet und somit sehr leicht zugänglich ist, ist es besonders bei Freizeit- und Apnoetauchern* sehr beliebt.

Allerdings kann man auch beim Schnorcheln auf seine Kosten kommen. Gerade am Rand des Lochs tummeln sich viele verschiedene bunte Fische zwischen den Korallen. Es ist ein sehr mulmiges Gefühl über den Rand des Blue Holes hinweg in Richtung Mitte zu schwimmen.

Abgrund am blue hole

In der Mitte gibt es übrigens eine Plattform oberhalb der Wasseroberfläche. An dieser ist ein Seil befestigt, an welchem sich die Taucher hinab in die Tiefe ziehen können.

Tiefe am blue hole

Nach so vielen aufregenden Eindrücken am Dean’s Blue Hole waren wir sehr hungrig. Praktisch, dass uns bereits bei der Einfahrt zum Blue Hole an der Hauptstraße die Lloyd’s Sporting Lounge aufgefallen ist. Hier kehrten wir ein und waren sehr überrascht. Es gab super leckeres Essen zu echt angemessenen Preisen, wohl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, das wir auf den Bahamas erlebt haben.

Fish and Chips

Schaut lecker aus, oder?
Gut gesättigt sind wir noch etwas weiter nach Süden gefahren. Wir wollten ja schließlich noch durch den Ort Clarence Town bummeln. Doch dieses Dörfchen entpuppte sich als noch kleiner als wir gedacht hatten. So etwas wie eine Fußgängerzone oder etwas ähnliches suchten wir hier vergebens. Daher machten wir uns recht schnell wieder auf den Rückweg zum Hotel.

Ursprünglich wollte Daniel mit den Haien tauchen. Leider war das Wetter an unseren letzten beiden Tagen so stürmisch, dass die Boote nicht starten konnten und der Ausflug somit nicht angeboten wurde. Schade! ?

 

# Unser Bahamas Fazit

Keine der drei Inseln gleicht der anderen, jede hat ihren ganz eigenen Charakter und Charme. Auf New Providence geht es etwas trubeliger zu als auf den beiden anderen Inseln. Das liegt daran, weil hier die Hauptstadt Nassau ist, welche den Großteil der Einwohner der Bahamas beherbergt. Hinzu kommt, dass besonders durch das Atlantis Paradise Island Resort viele Touristen auf die Insel gelockt werden. Unser Highlight war hier auf jeden Fall die Hotelanlage, in welcher wir einen sehr aufregenden und spaßigen Tag verbracht haben.

Auf den anderen beiden Inseln hingegen geht es etwas ruhiger zu. Es gibt mehr von der Natur zu bestaunen, welche man dann auch meistens für sich allein hat. Sehr paradiesisch war der Starfish Beach auf Stocking Island, wenn es auch nicht einfach war dort hin und wieder weg zukommen. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis wird für uns der Bootsausflug zu den Schweinen bleiben. Was wir alles an diesem einzigen Tag erlebt haben ist unfassbar. Außerdem hat uns gefallen, dass es in George Town auch ein paar kleine Boutiquen zum bummeln und eine Auswahl an Restaurants gab.

Eine derartige Auswahl haben wir auf Long Island etwas vermisst. Hier waren wir relativ stark von den Angeboten unseres Hotels abhängig. Ein anderes Restaurant oder ein Geschäft war fussläufig nicht zu erreichen. Hier hat sich vor allem unser Ausflug mit dem Auto gelohnt, denn Dean’s Blue Hole war sehr beeindruckend und ist ein absolutes Muss, wenn man auf der Insel ist. Ausserdem ist der Cape Santa Maria Beach traumhaft schön, wobei wir hier befürchten, dass man diesen bei schönem Wetter mit vielen anderen teilen muss.

Kurz gesagt: Uns hat Great Exuma am besten gefallen, da diese Insel eine gute Mischung darstellt. Es gibt nicht ganz so viele Touristen, wie auf New Providence, aber dennoch hat man nicht das Gefühl einsam und verlassen zu sein, wie auf Long Island. Die Umgebung dort ist einfach wunderschön und es gibt eine Menge zu entdecken.

Und? Möchtest du auch mal auf die Bahamas? Welche Insel würdest du am liebsten anschauen? Oder warst du sogar schon einmal dort? Dann erzähl uns doch mal von deinen Reiseerlebnissen.

Ganz liebe Grüße

Sandra & Daniel

*Beim Apnoetauchen oder Freitauchen atmet der Taucher vor dem Abtauchen ein und benutzt im Gegensatz zum Gerätetauchen für seinen Tauchgang nur diesen einen Atemzug.

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Daniel & Sandra
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