Israel 🇮🇱

Israel • Kunterbuntes Jerusalem

Von am 2. Juni 2019

Im Gegensatz zu der modernen Metropole Tel Aviv-Jaffa steht die Stadt Jerusalem. Hier schlagen Offenheit und Akzeptanz Brücken zwischen verschiedenen Religionen und Traditionen. Die Altstadt teilt sich innerhalb der Stadtmauern in das armenische, christliche, muslimische und jüdische Viertel. Begleitet uns auf unserer Reise durch die Altstadt und Kulturen. 🤗

 


 

# Infos Israel

Israel grenzt an das östliche Mittelmeer und gehört geografisch zum Nahen Osten und Asien. Das Land grenzt im Norden an den Libanon und Syrien. Im Osten liegt Jordanien und im Süden Ägypten. Zudem gibt es an mehreren Stellen Kontakt zu Palästinensischen Autonomiegebieten zu denen auch der Gazastreifen gehört.
Die Geschichte und Politik Israels wird vom immer noch andauernden israelisch-palästinensischen-Konflikt geprägt. In der parlamentarischen Demokratie des Landes ist Präsident Reuven Rivlin das Staatsoberhaupt.

Israel ist das einzige Land der Welt, in welchem Juden die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Insgesamt hat das Land ungefähr 9 Millionen Einwohner, wovon ca. 74% Juden sind. Gezahlt wird im Übrigen mit dem neuen israelischem Schekel, wobei 1 NIS ungefähr 0,25€ entspricht.

Israel ist ein hoch entwickelter Industriestaat mit dem höchsten Lebensstandard im Nahen Osten und dem vierthöchsten in Asien. Im weltweiten Vergleich liegt Israel auf dem 22. Platz. Überraschend, oder? Bevor wir diese Reise geplant haben und uns genauer mit dem Land beschäftigt haben, hätten wir das niemals geahnt.

 

# Die Altstadt von Jerusalem

Im Jahr 1981 wurde die Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die Stadtmauer, welche die gesamte Altstadt umgibt, stammt aus dem 16. Jahrhundert und konnte bis heute fast vollständig erhalten werden. Mehrere Türme und ursprünglich 7 Tore (seit 1889 8 Tore) stehen entlang der Mauern. Im Inneren liegen das armenische Viertel (Südwesten), das christliche Viertel (Nordwesten), das muslimische Viertel (Nordosten) und das jüdische Viertel (Südosten). Diese Einteilung besteht so übrigens bereits seit dem Mittelalter.

 

# Armenisches Viertel

Unseren Tag in Jerusalem haben wir im armenischen Viertel begonnen. Im Carta Parkhaus am Jaffa Tor kann man super zentral und relativ günstig parken (knapp 15€ für den ganzen Tag).

Konkrete Ziele hatten wir in diesem Viertel nicht, deshalb ließen wir uns einfach so durch die engen Gassen treiben…

Direkt am Jaffa Tor ist übrigens auch der Zugang zu den Stadtmauern. Für 10 Schekel pro Person kann man über die Mauern spazieren und die herrliche Aussicht über Jerusalem genießen.

Die Mauern kann man dann entweder am Damaskus Tor (Grenze christliches und muslimisches Viertel) verlassen oder man läuft zurück und geht wieder am Jaffa Tor hinunter.

 

# Christliches Viertel

Am Damaskus Tor solltet ihr unbedingt auf eine Pause in das Cafe Hemo gehen. Der Service der Inhaberin ist super und das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls sehr gut. Wir haben uns hier den typischen Minztee und einen Sahlab (sprich: Sachlab) gegönnt.

Sahlab stammt aus den arabischen Ländern und der türkischen Küche. Es ist ein süßes Heißgetränk, bestehend aus Sahlabpulver (aus Orchideenwurzeln), Zucker und Milch. Meist wird es mit Pistazien, Kokosraspeln und/oder Zimt verfeinert.

Gut gestärkt tauchten wir tiefer in das christliche Viertel ein. Einen Rundgang durch die Grabeskirche stand dabei natürlich auf unserem Plan.

In dieser Kirche liegt der Stein (direkt hinter dem Eingang), auf welchem die Leiche Jesu gesalbt worden sein soll.

Außerdem soll seine Leiche (vom Eingang nach links) hier begraben sein.

Eine weitere wichtige Stätte für den christlichen Glauben befindet sich ebenfalls hier, nämlich der Golgatha Fels (am Eingang rechts die Treppe hoch). Auf diesem Felsen soll Jesu gekreuzigt worden sein.

Ob man nun Christ ist oder nicht, ein Rundgang durch die Kirche ist allemal interessant.

Einen kurzen Blick warfen wir auch in die Erlöser Kirche.

Bei diesem Bauwerk ist allerdings der Turm das interessante. Für 7.50 NIS pro Person kann man diesen besteigen und eine fantastische Aussicht über die Stadt genießen. 🤗

 

# Muslimisches Viertel

Für uns ging es im muslimischen Viertel weiter. Dies ist mit 31 Hektar und 22.000 Einwohnern das größte und bevölkerungsreichste Viertel Jerusalem.

Ein Bummel durch die zahlreichen Straßen des Bazars ist ein absolutes Muss im muslimischen Viertel. Überall duftet es nach den verschiedensten Gewürzen und Tees. 🤗

Besonders können wir euch den Cotton Merchants‘ Market empfehlen.

Bei dem taubstummen älteren Herren auf der rechten Seite, ziemlich mittig des Tunnels gibt es die beste und günstigste Falafel in ganz Jerusalem!

Der Tempelberg

Das Highlight des Viertels ist der Tempelberg. Hier stehen die al-Aqṣā-Moschee und der Felsendom.
Im Islam ist die al-Aqṣā-Moschee die drittheiligste Stätte. Der Prophet Mohammed soll hier auf seiner Nachtreise hingereist sein.

Die beiden anderen Stätten sind die al-Haram-Moschee in Mekka (beherbergt das zentrale Heiligtum, die Kaaba) und die Prophetenmoschee in Medina (Grab des Propheten Mohammed).

Auch der Felsendom ist eines der Hauptheiligtümer des Islams. Das Gebäude, welches als Schrein und nicht als Moschee bezeichnet wird, beherbergt den Felsen, von welchem der Prophet Mohammed seine Himmelsfahrt angetreten haben soll.

Der Schrein wurde vermutlich zwischen 687 und 691 erbaut und seitdem mehrfach restauriert. Seine blaue Fassade und die riesige Kuppel prägen das Stadtbild Jerusalems.

Der Eingang zum Tempelberg für nicht muslimische Besucher befindet sich neben der Klagemauer im jüdischen Viertel.

Ihr solltet beachten, dass auch spezielle Öffnungszeiten gelten. Generell ist der Tempelberg nur von sonntags bis donnerstags betretbar. Zudem unterscheiden sich die Sommer-Öffnungszeiten (7:00 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 14:30 Uhr) von den Winter-Öffnungszeiten (7:30 bis 10:30 Uhr und 13:30 bis 14:30 Uhr).

 

# Jüdisches Viertel

Ein Bummel durch das jüdische Viertel ist durchaus interessant.

Hier liegt beispielsweise ein Teil einer alten römischen Hauptstraße frei, der Cardo. Von dort hat man übrigens auch einen sehr guten Blick die Hurva Synagoge.

Die Western Wall

Die Klagemauer oder auch Western Wall ist der bedeutendste religiöse Ort im jüdischen Viertel. Sie ist ein Stück der Tempelanlage von Herodes (515 V. Chr.). Der Tempelberg hat sich seitdem stark verändert. Der Herodianische Tempel wurde zunächst mehrfach umgebaut, erweitert und neu konzipiert, bis er schließlich durch die Römer geplündert und zerstört wurde.


An der Mauer auf der westlichen Seite des Tempelberges, welche früher keine besondere Bedeutung hatte, beten heute täglich zahlreiche Juden.

Für sie symbolisiert dieser Ort die Verbundenheit Gottes zu seinem Volk. Sie schreiben Gebete, Danksagungen und Wünsche auf kleine Zettel, welche in die Ritzen in der Mauer gesteckt werden. Zwei Mal im Jahr werden diese Gebete entnommen und auf dem nahegelegenen Ölberg bestattet – für Juden ist es die höchste Ehre dort bestattet zu werden:

Der Zugang zur Klagemauer ist an 3 Stellen möglich, an welchen sogar Sicherheitskontrollen mit Metalldetektoren durchgeführt werden. Auf der rechten Seite ist der Zugang für die Frauen, auf der linken (größeren) Seite gelangen die Männer direkt zur Mauer.

Auch für Besucher ist es kein Problem direkt an die Mauer zu treten.

 

Wir hatten eine sehr beeindruckende Zeit in Jerusalem und sind begeistert von der Vielfalt, die hier zu finden ist. Eine solche Hauptstadt hatten wir bislang noch nirgends gesehen. 🤗

Findet ihr nicht auch, dass diese Stadt, die so viele Unterschiede mit Akzeptanz und Respekt überbrückt, ein gutes Beispiel für einen jeden sein sollte?

 

Viele Grüße

Daniel & Sandra 🤗

 

P.S.: Der Shabbat ist von Freitag nach Sonnenuntergang bis Samstag nach Sonnenuntergang. In dieser Zeit darf im jüdischen Glauben keine Arbeit verrichtet werden, was sogar in den 10 Geboten festgelegt ist. Das bedeutet übrigens auch, dass die Nutzung von technischen Geräten verboten ist, was übrigens auch das Fotografieren an der Klagemauer am Shabbat einschließt.

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Daniel & Sandra
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