Zwergstaaten

Der dritte Zwerg: Liechtenstein

Von am 21. Oktober 2017

Nachdem wir in diesem Sommer nun schon die beiden Zwergstaaten Vatikan und San Marino besucht haben, steht nun der dritte Zwerg auf dem Programm. Leider ist Liechtenstein auch der letzte Stopp auf unserem Südeuropa-Roadtrip. Nur noch eine Nacht liegt vor uns, morgen geht es zurück in die Heimat…

Liechtenstein, mal wieder ein neuer Staat, in welchem wir noch nie zuvor waren. Doch was wissen wir eigentlich über Liechtenstein? Naja es gehört zu Europa und ist ziemlich klein. Wirklich umfangreich ist unser Wissen zu dem Land mal wieder nicht… Also steht für uns eine kleine Recherche an, die wir gerne mit euch teilen möchten.

 

# Infos zu Liechtenstein ??

Erleichtert fanden wir heraus, dass die Amtssprache in Liechtenstein Deutsch ist. Bezahlen kann man in Liechtenstein mit Schweizer Franken, was uns gelegen kam, da wir eh noch ein paar aus Zürich übrig hatten.
Liechtenstein ist logischerweise nicht besonders groß, sonst wäre es ja kein Zwergstaat. Dennoch ist er um ein Vielfaches größer als die anderen beiden Zwerge, die wir diesen Sommer besichtigt haben, Vatikan und San Marino. Knapp 167 km² misst Liechtenstein und knapp 37.500 Menschen wohnen hier. Wenn man bedenkt, dass das Land nur ein wenig größer ist, als unsere Heimat Bochum (145,4 km²) ist das schon echt faszinierend.

Im sechstkleinsten Staat der Welt herrscht eine konstitutionelle Erbmonarchie auf einer demokratischen-parlamentarischen Basis. Aktuell ist Fürst Hans-Adam II. das Staatsoberhaupt. Die Hauptstadt ist Vaduz, wo wir uns auch einen Fleck auf dem Campingplatz gebucht haben. Unser Weg führte uns über die Schweiz in das Land. Eine weitere Grenze des Fürstentums Liechtenstein gibt es zu Österreich. Der Zwerg ist, ebenso wie sein Nachbar die Schweiz, kein Mitglied der Europäischen Union.

Gut die Hälfte des Staates besteht aus Gebirge. In Liechtenstein gibt es 32 Berge, die alle mindestens 2000 Meter hoch sind. Bereits bei unserer Anreise nach Liechtenstein durch die Alpen konnten wir die Schönheit der Berge genießen. Und auch von unserem Campingplatz Mittagsspitze aus hatten wir einen traumhaften Blick.

 

# Vaduz: klein aber fein?

Im Gegensatz zu den anderen beiden Zwergstaaten, die wir in diesem Sommer besichtigt haben, ist in Liechtenstein echt nichts los. Und das obwohl dieser Zwerg eigentlich noch der Riese unter den dreien ist. Durch den Nieselregen wirkte die Hauptstadt Vaduz erst Recht etwas trostlos. Es kam uns so vor, als hätten alle Bewohner die Bordsteine hochgeklappt und sich im warmen Heim verkrümelt.

Wir wollten trotzdem etwas von der Stadt sehen. Doch zunächst mussten unsere Bäuche gefüllt werden. Wir entdeckten zwei kleinere Restaurants, doch die Preise schreckten uns ab hinein zugehen. So landeten wir nach langem hin und her bei McDonalds und zahlten sogar hier für Burger und Wrap ein kleines Vermögen. Gut gestärkt ging es für uns weiter. Wir hatten uns mal wieder im Internet klug gemacht, was es in Vaduz zu bestaunen gibt und nunja… Vaduz ist klein und somit war unsere Liste auch seeeehr überschaubar. Wir hatten gerade mal zwei Punkte auf der To-Do-Liste. Zunächst sollte es zur Kathedrale St. Florin gehen.

Vom Mecces aus mussten wir gerade mal 5 Minuten mit dem Auto die Straße weiter fahren und waren schon da. Direkt vor der Kirche entdeckten wir ein paar Parkplätze, bei welchen 1 Stunde Parken gratis ist. Super dachten wir und stiegen vor der Kirche aus.

Wirklich hübsch die kleine Kirche vor der Bergkulisse, wenngleich wir uns bei dem Begriff „Kathedrale“ ein etwas größeres Bauwerk vorgestellt hatten. Gerade mal 4 Jahre hatte der Bau der Kirche gedauert (1869-1873). Seit 1997 darf sich die kleine Pfarrkirche „Kathedrale St. Florin“ nennen. An die Kirche ist die fürstliche Gruft Liechtensteins angeschlossen, welche nur einmal im Jahr (an Allerheiligen) für die Öffentlichkeit geöffnet ist.

Unser zweites und gleich letztes Ziel war das Schloss Vaduz. Bereits von der Kirche aus konnten wir das Schloss auf dem Berg entdecken. Wir beschlossen das Auto stehen zu lassen und trotz des immer mal wieder einsetzenden Regens hinauf zu laufen. Unser weg führte uns an diesem merkwürdig aussehendem Gebäude in der Fußgängerzone von Vaduz entlang.

Wir recherchierten und stellten fest, dass es sich um das Landtagsgebäude handelt. Es wurde von einem deutschen Architekten entworfen und gerade mal vor ein paar Jahren (2008) eröffnet.

Unser Weg führte uns weiter durch die Fußgängerzone, welche allerdings wenig belebt war und auch keine wirklich tollen Geschäfte zu bieten hatte. Schnell kamen wir zu einem Schild, welches den Weg bergauf zum Schloss wies. Nach dem ersten Anstieg machten wir an einem Aussichtspunkt Halt. Uns bot sich der Blick über die Hauptstadt Vaduz:

So liebe Leute. Nun könnt ihr sehen, was wir die ganze Zeit schon sagen: Die Hauptstadt von Liechtenstein ist winzig und verdammt grün. Für uns ging es noch ein wenig weiter den Berg hinauf bis zum Schloss Vaduz.

Leider ist das Betreten des Grundstücks verboten und so machten wir uns schnell auf den Rückweg zum Auto und dann zum Campingplatz. Vor uns lag noch ein gemütlicher Serien-Abend im Zelt, während es draußen vor sich hin regnete.

 

# Abfahrt

So romantisch der Regen gestern noch war, so ärgerlich und mühsam war es am nächsten Morgen das Zelt abzubauen und irgendwie im Auto zu verstauen. Ein Glück, dass es erst die letzte Nacht war, in welcher es so geregnet hatte und wir in ein paar Stunden zu Hause waren und dort Alles zum Trocknen aufhängen können.

Zum Abschied hielt Liechtenstein noch einen hübschen Anblick bereit, welcher den Ärger mit dem Zelt ein wenig entschädigte.

# Unsere Meinung zu Liechtenstein?

Für uns war es ideal hier die letzte Nacht zu verbringen. Wir konnten einen Eindruck von dem Staat und der Hauptstadt gewinnen. Hinzu kommt, dass wir zukünftig ein wenig Grundwissen zu dem Zwergstaat aufweisen können. Außerdem war so die Heimreise durch den Zwischenstopp deutlich angenehmer. Werden wir wiederkommen? Vermutlich nicht für einen 3-wöchigen Urlaub. Sollte Liechtenstein jedoch wieder mal auf dem Weg liegen würden wir auf jeden Fall noch einmal dort übernachten und einfach die Ruhe und die Berge genießen.

 

Euch allen noch ein schönes restliches Wochenende und bis bald! 

Daniel & Sandra 

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