Norwegen ??

Atemberaubende Wanderungen im Land der Trolle

Von am 3. Mai 2017

Nachdem wir uns die norwegische Hauptstadt Oslo angeschaut hatten, stand nun Natur pur auf unserem Programm. Wir hatten uns vorgenommen zu zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens zu wandern. Ahnt ihr schon, wo wir waren? Wir geben euch einen Tipp: Wir waren in 604m und 1000m Höhe unterwegs.

 

# kleine Wanderung: Preikestolen

Es war schon unser vierter Urlaubstag, als der Ausflug zum Preikestolen auf unserer To Do-Liste stand. Moment… Preikestolen? Was ist denn das? Beim Preikestolen handelt es sich um eine Felsklippe, welche sich 604m über dem Lysefjord befindet und eine traumhafte Aussicht bietet.
Unser Ausgangspunkt für diese Wanderung war der Campingplatz Vølstadskogen in der Nähe von Stavanger. Wir hatten ihn ausgesucht, da er ideal gelegen ist, um einen Tagesausflug zum Preikestolen zu machen. Da wir nach der Wanderung zurückkehren wollten, eben nur einen Tagesausflug machen wollten, hatten wir auf dem Campingplatz auch direkt 2 Nächte reserviert. So brauchten wir uns nach der Wanderung nicht noch um den Zeltaufbau und die Luftmatratze kümmern.

Anfahrt

Die Autofahrt zum Parkplatz am Preikestolen dauerte ungefähr 1,5 Stunden. Wer nun denkt, dass dies weit weg ist, der irrt sich. Wir haben in der Zeit gerade mal 48 km zurückgelegt. In den skandinavischen Ländern gibt es nur selten Autobahnen und demnach ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit meist recht gering. Unterwegs mussten wir eine Fähre nutzen, allerdings nur für wenige Minuten. Die Tickets hierfür haben wir an Board gekauft. Am besten fahrt ihr übrigens die RV13 von Sandness Richtung Jørpeland und folgt dann der deutlich beschilderten Nebenstraße. So gelangt ihr am einfachsten zum Parkplatz, welcher sich am Beginn des Wanderweges befindet. Das Parken ist übrigens kostenpflichtig, der Preis lag 2016 für einen PKW bei 150 norwegischen Kronen also ca. 16,50€ pro Tag.

Einfache Wanderung

Wir machten uns also vom Parkplatz aus auf den Weg. Allerdings nicht ohne vorher auf dem Lageplan genau nachzuschauen, was uns wohl erwarten würde. Vor uns lagen 3,8km und 334 Höhenmeter, die es zu überwinden galt. Also los!

Bereits nach den ersten 500m mussten wir eine kleine Pause machen. Dieses Stück des Weges war sehr felsig und extrem steil, was wir so nicht erwartet hätten. Dafür wurden wir bereits nach so kurzer Zeit mit einer schönen Aussicht auf die umliegenden Berge belohnt.

Glücklicherweise empfanden wir den weiteren Weg als einfacher. Es ging durch Waldstücke und Felder sowie an hübschen Seen und tollen Klippen vorbei. Nach ungefähr 1,5 Stunden standen wir endlich in 604m Höhe über dem Lysefjord. Wir waren am Preikestolen angekommen.

Das Besondere am Preikestolen ist, dass es hier keinerlei Absperrungen gibt, sodass es möglich ist, bis an den Rand zu treten oder gar die Beine über dem Fjord baumeln zu lassen. Definitiv nur etwas für Schwindelfreie! Für die Übrigen ist der Blick aus sicherer Entfernung jedoch auch die Wanderung wert. Die Aussicht von dort oben ist wirklich sehr beeindruckend.

Nach einem kleinen Picknick und zahlreichen Fotos machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Erschöpft von so viel ungewohnter Bewegung aber mit vielen schönen Momenten im Gepäck kamen wir an unserem Ausgangspunkt an.

Für uns steht übrigens fest, dass wir auf jeden Fall noch einmal zum Preikestolen wandern werden. Wir werden uns allerdings eine Uhrzeit aussuchen, zu welcher nicht so viele andere Menschen unterwegs sind. Wir möchten die Umgebung unbedingt noch einmal mit etwas mehr Ruhe erleben. Für euch haben wir noch einen Video der gesamten Wanderung zusammengeschnitten. Viel Spaß damit!

 

# große Wanderung: Kjeragbolten

Am nächsten Tag ging es für uns schon früh los, denn heute stand einiges auf dem Programm. Die Wanderung zum Preikestolen am Vortag sollte eigentlich nur dem Training dienen. Heute stand eine weitaus anspruchsvollere Wanderung und eine lange Autofahrt an. Für uns sollte es zum Kjeragbolten gehen. Ihr wisst schon, dieser Stein, der in einem Kilometer Höhe in einer Felsspalte feststeckt …

Anfahrt

Wir hatten geplant am Gasthof Øygartstølen zu parken, da dies laut unserer Recherche der beste Ausgangspunkt für die geplante Wanderung sein sollte. Nach unserem Check out am Campingplatz Vølstadskogen fuhren wir 126km bis zu besagtem Parkplatz und kamen 2,5 Stunden später dort an. Auch hier mussten wir eine Gebühr für das Parken bezahlen, aber das ist ja nichts Neues.

Anspruchsvolle Wanderung

Die Wanderung zum Kjeragbolten – dem berühmten hängenden Felsen – gestaltete sich um einiges anspruchsvoller als die am Vortag zum Preikestolen. Auch hier war es so, dass bereits die ersten Meter sehr anstrengend wurden und Sandra beim ersten Halt überlegt hat, ob sie wirklich weiter wandern möchte…


Ihr seht ja, Begeisterung sieht anders aus. Sie hat sich dann aber dennoch entschieden weiter zugehen. Und so ging es für uns auf den Berg und dann wieder herunter vom Berg. Äh wie jetzt? Erst rauf dann runter? Aber das Ziel, der Kjeragbolten ist doch auf einem Berg, oder nicht? Ja genau. Allerdings ist er nicht auf diesem ersten Berg. Wir mussten noch auf einen zweiten hinauf. Dort oben machten wir dann auch erstmal eine kleine Picknickpause zur Stärkung.

Von hier konnte man sogar den Parkplatz sehen, von wo wir losgelaufen waren. Allerdings war es nun so, dass wir immer noch nicht auf dem „richtigen“ Berg waren. Es sollte also noch einmal durch ein Tal gehen, bis wir endlich zu dem Berg kommen sollten, auf welchem der Kjeragbolten eingeklemmt ist. Bisher hatten wir Glück mit dem Wetter gehabt. Es war zwar bewölkt doch ab und an schaute auch mal die Sonne hervor. Auf dem dritten Berg wurde das Wetter nun erheblich schlechter und es lag nun vereinzelt sogar Schnee. Es begann zu regnen und wir mussten durch eine dichte Nebelwand laufen. Ihr solltet bei dieser Wanderung also sowohl an die Sonnenbrille als auch an die Regenkleidung denken!

Stolz auf uns, dass wir es bis hierher geschafft hatten, stiefelten wir weiter. Nach etwas mehr als 2 Stunden gelangten wir endlich zum Kjeragbolten. Über Berge wandern, sich an Ketten hochziehen und durch einen Bach stapfen ist die eine Sache, doch auf den Kjeragbolten selbst hinaufzuklettern ist etwas ganz anderes! Hierfür muss man definitiv schwindelfrei sein um diesen Schritt zu wagen. Daniel hat es gewagt, schaut selbst…

Er steht auf dem Felsen, welcher in 1000m Höhe über dem Lysefjord in einer Felsspalte eingeklemmt ist. Unglaublich, oder?
Wir waren übrigens nicht die Einzigen dort oben, weswegen Daniel sich auch in eine Warteschlange für den Kjeragbolten einreihen musste. Allerdings hatten wir Glück und er musste nicht all zu lange warten.
Der Rückweg verlangte uns noch einmal Alles ab. Teilweise konnte der Weg recht gut „spaziert“ werden. Gerade oben auf den Bergen und in den Tälern war der Weg recht einfach. Doch die Teile, die die Berge hinauf oder hinab führten, hatten es definitiv in sich.

Mehr als einmal mussten wir uns an solchen Ketten hinaufziehen oder hinabsteigen. Vielleicht nehmt ihr sogar Handschuhe mit für einen besseren Halt an den Ketten. Wir haben gemerkt, dass diese mit abnehmender Kraft und zunehmenden Regen doch sehr glatt sein können.
Insgesamt haben wir an diesem Tag 10km zurückgelegt, was wir abends auch in jedem Knochen und jedem Muskel gespürt haben. Aber dennoch: Diese Wanderung dürft ihr euch nicht entgehen lassen – es lohnt sich, auch wenn man sich nicht auf den Kjeragbolten selbst traut! Wir werden noch lange an diesen Tag zurückdenken und wir können sagen, dass wir es gemeistert haben. ?? Und wenn wir euch bis jetzt noch nicht vom Kjeragbolten überzeugen konnten, schaut euch unser Video der Wanderung an.

 

# Riesige Wanderung: Trolltunga

Durch die beiden Wanderungen, die wir gemacht haben, kamen wir ein wenig auf den Geschmack. Denn trotz aller Anstrengungen hatten wir auch eine Menge Spaß und haben uns daher direkt ein neues Ziel für unseren nächsten Norwegen-Urlaub vorgenommen: Wir möchten zur Trolltunga wandern. Die Trolltunga (dt. Trollzunge) ist ein Felsvorsprung in 1100m Höhe. Der Weg dorthin ist jedoch nicht leicht. 23km müssen überwunden werden um die malerische Aussicht genießen zu können. Hier muss man also so 10-12 Stunden für den Weg einplanen. Wir freuen uns schon heute auf unseren nächsten Urlaub in Norwegen und das Abenteuer „Trolltunga“.

 

Wie schaut es denn bei euch aus? Geht ihr gerne wandern? Was war die beste Wanderung bisher? Seid ihr eventuell schon mal zur Trolltunga gewandert und habt Tipps für uns? Wisst ihr, wo man dort am besten übernachtet?

 

Viele liebe Grüße

Daniel & Sandra ?

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