Reisen ?

Als Frau allein auf Reisen

Von am 7. April 2017

Was ist, wenn ich den Weg nicht finde?
Was ist, wenn ich krank werde?
Was ist, wenn hinter der nächsten Ecke etwas Böses lauert?

Allein auf Reisen zu sein kann gerade als Frau in manchen Situationen beängstigend sein. Warum ihr es trotzdem wagen solltet erfahrt ihr heute in meinem Beitrag!

Wie ihr ja bestimmt schon mitbekommen habt war ich (Sandra) 5 Monate mehr oder weniger allein in Nordamerika unterwegs. Für 4 Wochen hatte ich Besuch von Freundinnen an der Westküste und auch Daniel kam zwei mal rüber geflogen. ? Also war ich so ca. 13 Wochen allein unterwegs.

 

# Anfängliche Sorgen & spätere Gelassenheit

Ich kann es kaum zählen, so oft wurde ich im Vorfeld gefragt „Hast du keine Angst so allein? Macht dir das nichts aus?“. Ehrlich gesagt: Nein. Ich hatte weder Angst noch stört es mich allein zu sein. Klar ist man im Vorfeld aufgeregt und macht sich Gedanken, ob auch Alles klappt. Viele Fragen schwirrten in meinem Kopf herum. Kommt das Gepäck mit an? Komme ich mit meinem Englisch zurecht? Werde ich die erste Unterkunft finden?

Was passiert, passiert nunmal.

Letztendlich kann man doch eh nichts machen. Wenn das Gepäck nicht da ist, kann man es auch nicht herbei zaubern. Dann heißt es halt mit der Airline sprechen und abwarten. Ich musste während meiner Reise auch einmal mehrere Stunden auf meine Sachen warten, weil mein Backpack wohl einen anderen Flieger als ich genommen hat. Natürlich ist das ärgerlich in dem Moment, aber ihr könnt es eh nicht ändern.

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass die Menschen sehr freundlich und hilfsbereit sind – auch bei der Kommunikation. Wenn mir ab und an mal eine Vokabel gefehlt hat, war dies kein Problem. Das Wort wird dann halt umschrieben bis der Gegenüber weiß, was gemeint ist und einem vielleicht sogar das gesuchte Wort verrät. Genau auf diese Weise prägt man sich die neuen Worte viel besser ein und lernt dazu. Also nur Mut mit den Fremdsprachen, sie wollen benutzt werden! Hat man diese Scheu, die Sprache zu benutzen, erst einmal überwunden findet sich der Weg zur Unterkunft auch fast wie von selbst. Das Personal nach dem richtigen Busticket oder einen Passanten nach einer Straße fragen ist ja wohl nicht das Problem. Gerade für uns Frauen nicht, oder? Vielleicht erhält man ja sogar einen super Tipp fürs Abendessen, wenn man nur mal fragt. ?

 

 

# Du hast doch einen Freund, oder?

Ja, das habe ich und zwar den Besten den es wohl geben kann, der meine Träume versteht. Daniel hat nicht einmal versucht mir die Reise schlecht zu machen oder gar auszureden. Stets hat er mich bei der Planung und den Vorbereitungen unterstützt. Auch als ich Probleme mit einer Flugbuchung hatte, hat er das von Deutschland aus für mich geregelt. Hat mir meine Wintersachen nachgebracht, damit ich Platz und Gewicht spare… Danke dafür! ?
Natürlich war es nicht leicht, sich am Flughafen zu verabschieden und dann allein in den Flieger zu steigen. Klar vermisst man einander, wenn man vorher fast 24/7 zusammen war. Aber mit der modernen Technik Whatsapp, Skype und Co. erscheint das andere Ende der Welt manchmal doch ganz nah. Umso schöner war dann auch das Wiedersehen, als Daniel mich besuchen kam. Dennoch haben wir gesagt, werden wir zukünftig lange Urlaube nur noch gemeinsam verbringen. ?

 

 

# Hast du keine Angst dich zu verlaufen oder zu verfahren?

Nein, ich habe natürlich ein Navi dabei. Und selbst wenn ich mich verlaufe, wer sagt denn, dass es was Schlechtes ist, wovor man Angst haben muss?

Vielleicht verlaufe ich mich und entdecke dabei einen wunderschönen Ort oder ein hübsches Restaurant. Ich bin doch allein unterwegs. Ich habe keinen Zeitdruck. Ich habe niemanden der nörgelt, dass er nicht mehr laufen kann – außer mir selbst. Ich kann Pause machen, wenn ich will. Oder ich kann 22km durch den Stanley Park in Vancouver laufen, wenn ich will. Und wie bereits gesagt, man kann die Amis ruhig ansprechen, die helfen einem.

 

 

# Was ist, wenn du krank wirst?

Naja, was mache ich denn, wenn ich in Deutschland krank werde? Entweder ist es nicht so schlimm und die Reiseapotheke kann das Problemchen lösen oder ich gehe ins Krankenhaus. Ich meine, ich hatte mir ja nicht ausgesucht durch die Sahara zu laufen oder im Himalaya zu wandern. In Kanada und den USA ist die medizinische Versorgung sehr wohl gewährleistet. Und für die Kosten hatte ich ja extra eine Krankenversicherung abgeschlossen.

Kreislaufprobleme in Key West

Ich musste während meiner Reise auch tatsächlich auf die Versicherung zurückgreifen. Als ich gegen Ende der Reise in Florida auf Key West war, hatte ich Kreislaufprobleme. Da es mir allein in einem Hostel, wo sich niemand für mich interessiert, etwas zu riskant war, bin ins Krankenhaus gefahren. Es wurden ein paar Tests gemacht und nach ein paar Stunden ging es mir besser. Ich konnte zurück in das Hostel fahren und hatte noch einen wunderschönen Aufenthalt in Key West.

Die Versicherung klärte die Abrechnung übrigens komplett mit dem Krankenhaus und ich musste nichts machen. Also Alles nicht so tragisch und neue Vokabeln hab ich so auch noch gelernt.

 

 

# Ist dir das nicht zu gefährlich?

Nunja, man kann vorher natürlich nicht ausschliessen, dass man kein Opfer von Verbrechen wird. Doch das kann man auch zuhause in Deutschland nicht. Wurde nicht letztens noch der Limbecker Platz in Essen aufgrund einer Terrordrohung geräumt? Wenn es danach ginge, dann dürfte man am besten nicht mehr das Haus verlassen, weil immer irgendetwas passieren könnte. Ich sage ja nicht, dass ich allein abends durch die Ghettos laufen möchte. Ein paar Regeln sollte man natürlich beachten. Ich war beispielsweise nachts nie allein unterwegs und habe tagsüber versucht nicht zu stark nach einer kleinen hilflosen Touristin auszusehen. Also hatte ich weder den Rucksack mit Proviant dabei noch die Kamera um den Hals baumeln.

Datendiebstahl

Dennoch konnte ich der Kriminalität nicht ganz aus dem Weg gehen. Als meine Reise fast vorbei war und ich in Florida unterwegs war, stellte ich seltsame Abbuchungen auf meiner Kreditkarte fest. Ich beobachtete dies ein paar Tage, konnte mir jedoch absolut keinen Reim darauf machen. Erschrocken stellte ich fest, dass meine Kreditkarteninformationen geklaut worden sein mussten. Ich kontaktierte schnell meine Bank, denn es handelte sich immerhin um circa 300$. Leider konnten die Beträge erst zurückgebucht werden, wenn ich im gleichen Zug die Karte sperren ließ. Ich hatte allerdings nur diese eine Karte mit und wartete so fieberhaft auf Daniels Ankunft, sodass wir seine Karte nutzen konnten und ich meine sperren lassen konnte. Dies funktionierte dann auch recht problemlos und als ich nach Hause kam, war bereits eine neue Kreditkarte für mich in der Post. Aber ich rate euch, wenn ihr allein unterwegs seid, nehmt auf jeden Fall mehrere Kreditkarten mit.

Zum Glück ist nicht jeder böse ?

Für mich war es eine spannende Erfahrung die Kultur in Nord- und Mittelamerika zu erleben. Zwar war es zunächst etwas befremdlich, einfach auf der Straße, in einem Café oder im Supermarkt von wildfremden Menschen angesprochen zu werden, doch nach einiger Zeit hatte ich mich an die Small-Talks gewöhnt und das typische „Hello. How are you doing?“ ging auch in meinen Sprachgebrauch über. Auf diese Weise habe ich viele verschiedene Menschen kennengelernt und einen kleinen Einblick in deren Leben erhalten.

 

 

# Definitiv eine Bereicherung für mich!

Es haben mich nicht nur die Einblicke in die Kultur und das tägliche Leben der Menschen vor Ort bereichert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auf mich vertrauen kann. Egal, wie schwierig eine Situation war, ob mir nun nachts Bettwanzen im Motel begegnet sind, meine Kreditkartendaten geklaut wurden oder ich ins Krankenhaus musste – ich konnte alle Situationen bewältigen. Diese Erfahrung kann mir nun niemand mehr nehmen. Diese Erfahrung hat mir sowohl während meiner Reise geholfen als auch zu Hause. Diese Erfahrung möchte ich auf keinen Fall mehr missen.

 

Plant ihr allein zu verreisen und habt Bedenken? Welche denn?
Oder seid ihr schon mal alleine in den Urlaub gefahren? Egal, ob Weiblein oder Männlein, erzählt uns doch einmal von euren Erfahrungen. Würdet ihr das noch mal machen? Wie lange seid ihr weg gewesen und wohin ging die Reise?

 

Alles Liebe & eine gute Reise

Sandra

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Daniel & Sandra
Deutschland

Hey! Es freut uns riesig, dass du den Weg zu uns gefunden hast! Uns verbindet eine große Leidenschaft: das Reisen! Bereits bevor wir uns kennengelernt haben, waren wir viel in der Welt unterwegs. Wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht und sind nun gemeinsam auf Reisen, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Egal, ob Großstadtdschungel, einsame Inseln, trockene Wüsten, wunderschöne Strände, unendlich erscheinende Landschaften oder atemberaubende Tierwelten. Wir möchten möglichst viel von unserem einmaligen Planeten entdecken und nehmen dich mit auf unsere Reisen! Du findest hier sämtliche Informationen über Reisevorbereitungen, -planungen und -routen, sowie allerhand nützliche Gadgets. Verfolge uns rund um den Globus und lass dich inspirieren!

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